26.04.24Hamburg

Der internationale Standortwettbewerb um maritime Unternehmen bleibt intensiv

Hauptgeschäftsführer Martin Kröger: „Rahmenbedingungen in Deutschland müssen attraktiv bleiben.“

Der internationale Wettbewerb unter den maritimen Standorten weltweit bleibt intensiv. Das macht die aktuelle Studie „The Leading Maritime Cities of the World 2024“ (LMC) der internationalen Klassifikationsgesellschaft DNV und der norwegischen Unternehmensberatung Menon Economics deutlich. Der LMC-Bericht vergleicht und bewertet die maritimen Städte der Welt unter verschiedenen Kriterien, wie dem Zustand der Schifffahrtsbranche, der Häfen und Logistik, des maritimen Finanz- und Rechtssektors, der maritimen Technologien sowie generell nach der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. 

Singapur belegt demnach den Spitzenplatz 1 unter den Schifffahrtszentren. Nach der Studie ist Singapur bestens auf die digitale Transformation der Branche vorbereitetet und weltweit führendes Zentrum für grüne Technologien und Lösungen. Auch drei europäische Städte schaffen es unter die ersten fünf führenden maritimen Zentren der Welt: Rotterdam (2), London (3) und Oslo (5). Platz 4 sichert sich die chinesische Stadt Shanghai. Rotterdam punktet vor allem im Bereich Häfen und Logistik, London ist insbesondere im maritimen Finanz- und Rechtssektor stark aufgestellt. Als einzige deutsche Stadt unter den Top 50 maritimen Standorten der Welt landet Hamburg auf Platz 8 und schneidet vorwiegend in den Bereichen Schifffahrt sowie Häfen und Logistik vergleichsweise gut ab. 

„Der Wettbewerb der Schifffahrtsstandorte weltweit um die Gunst der Reedereien bleibt hart. Wichtige Schifffahrtsstandorte mit vorteilhaften Rahmenbedingungen liegen quasi direkt vor unserer Tür. Umso wichtiger ist es, die Rahmenbedingungen für Reedereien in Deutschland attraktiv zu halten. Die deutsche Handelsflotte ist derzeit trotz großer Herausforderungen stabil und resilient. Wichtig ist, dass das so bleibt, denn die deutsche Handelsschifffahrt ist ein unverzichtbarer Bestandteil der nationalen Wirtschaft. Sie trägt wesentlich zum Wohl des Landes bei, indem sie die Unternehmen und die Bevölkerung mit den Gütern versorgt, die sie zum Wirtschaften und Leben benötigen“, betont Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder. 

Die Studie „Leading Maritime Cities of the World 2024“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

 

Über den Verband Deutscher Reeder
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) vertritt die gemeinsamen wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der deutschen Reedereien auf der Ebene des Bundes und der Länder sowie gegenüber europäischen und internationalen Instanzen. Der VDR wurde 1907 gegründet und hat sich 1994 mit dem Verband der Deutschen Küstenschiffseigner zusammengeschlossen. Mit seinen mehr als 150 Mitgliedsunternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der Seeschifffahrt vertritt der VDR den größten Teil der deutschen Handelsflotte. Mehr Informationen unter www.reederverband.de.

 

Foto: Bernd Dittrich auf Unsplash


 
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